W e t t e r s t a t i o n
S c h ö n b r o n n

Besondere Wetterereignisse

26. Januar 2026

Es fallen rund 20 cm Neuschnee bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Bei Pappschnee entspricht dies ca. 20 mm Niederschlag.

29. Mai 2016

Innerhalb knapp 90 Minuten fallen 42 mm Niederschlag. Im Laufe des Abends steigt die Gesamtmenge auf 66 mm an.


Technische Daten

Standort

Die Wetterstation befindet sich in der Gemeinde Weihenzell (Bayern/Landkreis Ansbach) in einer Höhe von 420m über NN.

Temperaturmessung

Temperatur und Luftfeuchtigkeit werden mit einem SHT35 von Sensirion gemessen, weil er eine Messgenauigkeit von ±0,1°C und ±1,5%RH besitzt. Zur Plausiblitätsbestimmung misst zusätzlich ein DS18S20 ebenfalls die Temperatur. Beide Sensoren sind in einer passiv belüfteten Wetterhütte (Davis Wetterhütte 7714) untergebracht, die sich auf knapp 2 Meter über dem Boden befindet.

Luftdruck

Zur Bestimmung des Luftdrucks wird ein Bosch BME280 verwendet. Definitionsgemäß muss der gemessene Druck noch auf Meerhöhe umgerechnet werden.

Niederschlagserfassung

Der Niederschlag wird von einem Gerät von Davis erfasst, der eine Kippwippe enthält. Laut Hersteller ist die Auflösung 0,2mm bei einer Genauigkeit von ca. ±4%. Eine Eigenkonstruktion erweitert das Gerät, um auch festen Niederschlag erfassen zu können. Hierzu wurden zwei 10-Ohm-Widerstände als Heizelemente integriert, die bei einer Versorgungsspannung von 12 V eine Heizleistung von etwa 30 Watt bereitstellen. Da ein Dauerbetrieb mit maximaler Heizleistung nicht sinnvoll ist, wurde das System um einen Temperatursensor sowie einen kapazitiven Niederschlagssensor ergänzt. Der Temperatursensor misst die Temperatur im Inneren des Niederschlagsmessers, während der kapazitive Sensor den eintreffenden Niederschlag im Trichter detektiert, noch bevor dieser von der Kippwippe erfasst wird. Die Ansteuerung der Heizung erfolgt elektronisch. Wird Niederschlag erkannt und liegt die Umgebungstemperatur in einem Bereich, in dem Schneefall zu erwarten ist, wird die Heizung aktiviert. Die Heizleistung wird mittels Pulsweitenmodulation geregelt und auf das notwendige Maß begrenzt, um den Trichter und den Innenraum des Niederschlagsmessers funktionsfähig zu halten. Wird über einen definierten Zeitraum kein Niederschlag detektiert, wird die Heizung automatisch deaktiviert. Ansonsten kann die Heizung auch genutzt werden, um in den Morgenstunden Tau zu verhindern, der sonst fälschlicherweise als Niederschlag erfasst werden würde.

Sonnenscheindauer/Solarleistung

[Bild nicht gefunden]Der Solarsensor Davis 6450 liefert ein analoges Spannungssignal, welches die aktuelle Strahlungsstärke wiedergibt (Watt pro Quadratmeter). Es werden nicht die Sonnenstunden aufaddiert, was nicht trivial ist, da die maximale Strahlungsstärke jahreszeit- und tageszeitabhängig ist. Stattdessen wird die Leistung aufsummiert (Kilowattstunden pro Quadratmeter), was ebenfalls eine gute Vergleichbarkeit gewährleistet.

Wind

[Bild nicht gefunden]Der Windsensor stammt noch aus den Anfängen und ist seit dem Jahr 2000 in Betrieb. Das ist erstaunlich, da die Mechanik zwar einfach, aber dennoch der Witterung ausgesetzt ist. Allerdings werden die Vorgaben des deutschen Wetterdienstes (Höhe 10m, keine Hindernisse) nicht erfüllt, so dass die Messdaten nur als Näherung dienen. Allenfalls die Windrichtung ist einigermaßen zuverlässig.

Bodentemperatur

Die Bodentemperatur wird in Tiefen von 5, 10, 20, 50, 100 und 300 cm gemessen. Dabei kommen DS18B20 zum Einsatz, die relativ genau, aber auch preiswert sind. Die Sensoren befinden sich in einem Kunststoffrohr, welches mit Epoxid-Harz vergossen wurde. Nur für die Tiefe in 3 Metern wurde ein Eisenrohr in den Boden getrieben, der Sensor eingelassen und mit Quarzsand befüllt. Da der Erdboden als Puffer dient, lassen sich langfristige Temperaturtrends dort gut erkennen. Ab 10 Metern Tiefe ist die Temperatur das Jahr annähernd konstant und entspricht der Jahresmitteltemperatur.

Kamera

[Bild nicht gefunden]Als Kamera dient eine Reolink 6MP PoE IP Fisheye, die eigentlich für die Deckeninstallation im Innenraum konzipiert ist. Deshalb wurde das Gerät in ein Gehäuse aus Acrylglas montiert. Die Wetterfestigkeit und Temperaturtoleranz wird die Zeit zeigen. Die UV-Strahlung wird sicherlich die größte Herausforderung sein. Die 360-Grad-Kamera erfasst den kompletten Himmel und es wird im Minuten-Intervall ein Foto erfasst. Bei Tagesende wird daraus automatisch ein Zeitraffervideo erstellt.

Datenerfassung

[Bild nicht gefunden]Alle Sensoren senden ihre Daten im 433Mhz-Band. Dabei werden die Funkmodule RFM12B bzw. der Nachfolger RFM69CW genutzt. Das Empfangen und Auswerten erfolgt mittels einem klassischen Windows-11-System, welches virtualisiert auf Proxmox läuft. Als Hardware wird das Serverboard Supermicro X11SCL-IF mit 32GB Ram und Intel Core i3 genutzt. Auf weiteren virtuellen Maschinen laufen Webserver, Nextcloud, Pihole (DNS over TLS) und ein Nginx Reverse-Proxy-Server, um alle Anwendungen über die FritzBox ans Internet anzubinden. Im Netzwerkschrank befinden sich außerdem eine Synology-Diskstation und eine USV, um die Sicherheit zu erhöhen.


Historie

Juli 2026

Die Bodentemperaturmessung wird um einen Sensor in 3 Metern Tiefe erweitert.

Mai 2026

Aufgrund des Redesigns (wohl eher Verschlimmbesserung) der Wettervorhersage von Meteomedia, die inzwischen unter DTN weitergeführt wird, wurden Alternativen recherchiert. Interessant ist, dass einige andere Nutzer ebenfalls die alte Vorhersage vermissen und sogar mit DTN in Kontakt getreten sind. Andere wiederum haben versucht, das alte Design selbst nachzubauen und dabei die Daten des Deutschen Wetterdienstes genutzt. Diese Lösung erschien ebenfalls interessant, sodass die Implementierung für diese Webseite übernommen und angepasst wurde.

Januar 2026

Der vorhandene Niederschlagsmesser wird technisch erweitert, um neben Regen auch festen Niederschlag zuverlässig erfassen zu können.

Juli 2025

Eine neue Kamera zur Beobachtung des aktuellen Wettergeschehens geht in Betrieb.

März 2021

Es geht ein Solarsensor zur Erfassung der Sonnenscheindauer in Betrieb.

Dezember 2020

Es erfolgt ein Update der PC-Hardware. Ab sofort laufen Webserver und Datenaufzeichnung der Wetterdaten auf Windows 10, das mit Proxmox virtualisiert läuft.

November 2019

Es wird eine Webcam installiert, die zu Wetterbeobachtungen dienen soll. Hierfür wird ein günstiges Modell für 30 € ausgewählt. Die gelieferte Bildqualität ist für diesen Preis in Ordnung.

September 2019

Das Design der Webseiten wird überarbeitet. Außerdem wird der PC, auf dem die Datenauswertung und der Webserver unter Windows XP laufen, ersetzt. Die Entscheidung fällt auf den Mini-PC Lenovo ThinkCentre M92p mit Windows 10 als Betriebssystem. Als Webserver dient weiterhin Apache.

Juli 2019

Seit dem Jahr 2010 werden alle 5 Minuten die Wetterdaten erfasst und in einer Datenbank gespeichert. Die Datenbank hat jetzt die Grenze von 1 Million Einträgen erreicht. Das entspricht rund 50 MB.

Juni 2019

[Bild nicht gefunden]Der Temperatur- und Feuchtesensor war seither an der Hauswand-Nordseite angeracht, um ihn vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen. Jedoch beeinflusst die Hauswand die Temperaturmessung ebenfalls, weil z.B. bei starken Tag-Nacht-Temperaturdifferenzen das Mauerwerk als Puffer wirkt. Deshalb wird der Sensor in einer passiv belüfteten Wetterhütte untergebracht, die sich auf knapp 2 Meter über dem Boden befindet. Gleichzeitig wird der alte Sensor (Bosch BME280) gegen einen präziseren Sensor von Sensirion (STH35, Genauigkeit: ±1.5 %RH / ±0.1 °C) ersetzt. Außerdem wird auch der Regenmesser gegen ein neues Gerät ausgetauscht, der ebenfalls auf dem Mast untergebracht wird. Die Elektronik zur Erfassung der Wippvorgänge wird ebenso erneuert (Eigenkonstruktion) und erfasst ebenfalls die Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsdaten des oben erwähnten Sensors.

Oktober 2010

Die Technik wird komplett ersetzt. Allein das Gehäuse des Regenmessers wird weiterverwendet. Die Sensoren werden aus Einzelteilen zusammengelötet und die Firmware für den Mikrocontroller programmiert. Ebenso entsteht eine Visual-Basic-Applikation, welche die Funkdaten der Sensoren empfängt und grafisch aufbereitet. Auf dem gleichen PC läuft parallel ein Webserver, der die Daten per Browser zugänglich macht. Kommerzielle Produkte mit einer Webanbindung gibt es zu dieser Zeit noch nicht.

Dezember 2000

[Bild nicht gefunden]Den Anfang macht die Wetterstation Schönbronn im Jahr 2000. Für 752 DM gibt es bei ELV die Funk-Wetterstation WS1000. Dabei sind ein Außentemperatur-/Feuchtesensor, ein Regenmesser, ein Innentemperatursensor inkl. Luftdruckmessung und ein PC-Interface, um die Daten auf einen PC übertragen und langfristig speichern zu können. Allerdings erweist sich die Technik als sehr störanfällig, so dass immer wieder Lücken in der Aufzeichnung vorhanden sind.